Projekte
Lise-Meitner-Gymnasium: Unterricht
Die Streitschlichung an unserer Schule
Eine alltägliche Schulgeschichte

Schüler der Klassen 5e und 5a spielen jeweils Fußball auf dem Schulhof. Ein Meisterschuss eines Schülers, und einer der beiden Bälle landet auf dem Vordach eines Pavillons.
Die Schüler beider Klassen behaupten, dass der noch zur Verfügung stehende Ball ihrer ist.
Aufgeregt diskutieren sie miteinander, schreien sich an, fangen langsam an zu rempeln und zu schubsen. Es klingelt zum Pausenende und wütend rennen beide Gruppen zu ihren Lehrerinnen. Dort fordern sie lautstark ihre Rechte ein.
Die Lehrerin hört sich die Schüler gezwungenermaßen an und versucht immer wieder den Konflikt zu beenden. Eigentlich möchte sie unterrichten. Doch die Schüler sind immer noch sehr aufgeregt und können sich daher nicht auf den Unterricht konzentrieren.

Dies ist Schulalltag, eine Situation, die für Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler unbefriedigend ist. Die Lehrkräfte werden immer wieder gefordert, Konflikte ohne Hintergrundwissen "zwischen Tür und Angel" zu lösen, Schülerinnen und Schüler fühlen sich weder gerecht behandelt noch ernst genommen.

Die Streitschlichtung am Lise-Meitner-Gymnasium

Aus diesem Grund werden seit 1997 am LMG Streitschlichterinnen und Streitschlichter ausgebildet. Ziel der Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler ist, dass die Kinder lernen, die Lösung von Konflikten selbst in die Hand zu nehmen. Das Streitschlichtungsteam greift ihnen dabei unter die Arme. Ziel ist es auch, Lehrkräfte und Schulleitung von der spontanen Konfliktlösung zu entlasten.

Wie funktioniert Streitschlichtung?



1. Vorbereitung der Schlichterarbeit
  • Schüler/innen ab Klasse 9 werden im "Schlichten" ausgebildet, um anschließend in der Jahrgangsstufe 10/11 zu schlichten.
  • Jüngere Schüler/innen werden im Klassenverband durch die Paten auf die Streitschlichtung vorbereitet.


2. Ablauf der Mediation



3. Ziele der Streitschlichtung

  • Schüler/innen schlichten den Streit untereinander
  • Schüler/innen entwickeln einen stärkeren Sinn für Zusammenarbeit und die Schulgemeinschaft
  • Verbesserung des Schulklimas, indem Spannungen und Feindseligkeiten vermindert werden
  • Steigerung der Schülerbeteiligung und Stärkung ihrer Führungsqualitäten
  • Verbesserung der Schüler-Schüler-Beziehung und der Schüler-Lehrer-Beziehung