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Kostüme

 

 

Ein langer, sich schwer zu merkender Weg durch tiefe Gänge des Schauspielhauses zu Köln führt einen in den siebten Stock, dem Hauptarbeitsplatz der Kostümbildner. Ein Arbeitsplatz, fröhlich wirkend, große Fenster und mit Blick auf die Altstadt. Was einem sofort ins Auge fällt, sind die werkbankähnlichen Tische und natürlich die nach Theater riechenden Kostüme.

Um dort arbeiten zu können, bedarf es eines langen Weges: mindestens vier Jahre Studium, beispielsweise in Textil- oder Kostüm-Design, dazu Praktika und schließlich zwei Jahre als Assistent.

 


Vanessa Ochs auf sehr hohen Schuhen

Schon lange vor den ersten Proben zu einer Inszenierung beginnt die Arbeit der Kostümbildnerin. Sie erhält den Text, macht sich erste Gedanken darüber und spricht mit dem Regisseur, um zum Beispiel festzulegen, aus welcher Epoche die Kostüme stammen sollen. Auch nach dem Bühnenbild bzw. dem Konzept muss man sich richten, alles soll passend sein. Darauf werden also die ersten Entwürfe gezeichnet und in Auftrag gegeben, wenn alle Mitbestimmenden einverstanden sind. Doch häufig kann man auch auf ältere Kostüme zurückgreifen, die im sogenannten Fundus gelagert werden. Die nach den Entwürfen herzustellenden Kostüme werden in der hauseigenen Näherei und Schneiderei zum Leben erweckt. Die Stoffe hierfür werden bestellt  - ausgewählt aus vielen Ordnern, in denen kleine Stoffproben lagern - oder sind noch vorrätig. Ungefähr eine Woche vor der Premiere sind die Kostüme dann fertig und werden dann auch bei den Proben von den Schauspielern getragen. Zu diesem Zeitpunkt sind am Kostüm nur noch kleinere Änderungen möglich. Die Arbeit an den Kostümen endet für die Kostümbildnerin, nachdem sie den Ankleidern erklärt hat, wie das Kostüm anzuziehen ist. Doch neben den Kostümen entscheidet die Kostümbildnerin auch über die Frisur und das Make-up der Schauspieler. Ist dies ebenfalls abgeschlossen, wartet schon die nächste Inszenierung.
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