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Bühne:
Betrachtet
man das Bühnenbild bei Emilia Galotti, ist es zunächst sehr gewöhnungsbedürftig
und neu. Der Regisseur hat sich für nur ein einziges Bühnenbild
entschieden, welches jedoch aus einem System von Wänden besteht,
die er bei Bedarf umfallen lassen kann. Somit ist zu Beginn des Stückes
nur ein kleiner „Raum“ zu sehen, der für das bürgerliche Haus
stehen soll. Später hingegen werden nach und nach die Wände fallen
gelassen, sodass ein adeliger Wohnsitz dargestellt wird. Man hat
sich für diese Art der Übergänge von einzelnen Szenen
entschieden, um das aktive Verändern noch mehr hervorzuheben und
einen formalen Bezug der Räume herstellen zu können. Diese
Schlichtheit des Bühnenbildes soll die komplette Aufmerksamkeit des
Betrachters auf die Schauspieler richten. Die Farbe und das Material
sind ursprünglich, die für die Wände verwendet wurden, das Holz
ist in einem dunklen Parkettbraun gehalten.
Licht:
Bei dem Stück wird sehr viel mit verschiedenen Lichteinflüssen
gearbeitet. Während des Auftritts wird das Licht nach und nach schwächer,
um somit die immer finsterer werdende Stimmung des Stückes auszudrücken.
Durch die Aufstellung der Wände und der Lichtquellen können
Schatten der Schauspieler auf der Bühne erzeugt werden, die je nach
Größe für die Position der Charaktere im Theaterstück stehen.
Somit wird ein verstärkter Effekt der Wertedarstellung verwendet,
welcher jedoch nicht vom eigentlichen Geschehen auf der Bühne
ablenkt. Des Weiteren werden zum einen ein Dia der Gräfin Orsina
und zum anderen der Emilia mit einem Beamer nacheinander jeweils an
eine Wand projiziert. Diese Dias zeigen ein Close-up beider
Gesichter der Frauen und sind dezent gehalten, damit sie nur
zweitrangig gegenüber den Schauspielern sind.
Musik:
Dieses
Mal wurde vom Regisseur eine ungewöhnliche Art und Weise des
Musikeinspielens gewählt. Die Schauspieler müssen die Musik,
welche nur von einem tragbaren CD-Spieler ausgeht, selber
einschalten. Zum Ende des Theaterstücks wird ein modernes Lied
eingespielt, wie es als Abspann in Filmen dient: „Free fallin’“,
dies verstärkt die Fiktion.
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