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Emilia Galottis Vater, Odoardo, ist ehemaliger
Obrist und Wertschätzer jener bürgerlichen Tugenden, die im
Zeitalter der Aufklärung als das höchste Gut angesehen wurden.
Er ist von sowohl strenger und leicht zu erzürnender
als auch von liebender und sorgenvoller Natur. So wird im Verlauf
des Dramas deutlich, dass Odoardo all seine Bemühungen, so auch
jene um ein hofabgewandtes Leben fern aller Unruhen, die am Hofe des
Prinzen herrschen, der Sorge und Fürsorge für seine Familie
widmet.
Vor allem ist Odoardo ein
Verstandesmensch, der von sich selbst stets die volle
Inanspruchnahme seiner Vernunft verlangt:
„Aber,
sieh da! Schon wieder; schon wieder rennet der Zorn mit dem
Verstande davon.“ (V, 4)
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