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„Das
weiß ich ja wohl, dass keine Mutter einem Prinzen die Augen
auskratzt, weil er ihre Tochter schön findet.“ (IV,1)
Der Charakter des Kammerherrn (heute: persönlicher
Referent) des Prinzen, Marinelli, stellt den mit Abstand
intrigantesten aller auftretenden Charaktere dar; ein Charakter, der
den Ehrgeiz besitzt, sich unentbehrlich zu machen und im Interesse
seines Prinzen auch vor einem Mord nicht zurückschreckt.
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„Unvergleichlich!
Wenn der Scherz den Prinzen gilt, ist er um so viel lustiger.
(II,10)
Sein rhetorisches Geschick erlaubt es ihm, den
Prinzen zu manipulieren, doch ist auch der Wunsch zu erkennen,
ihm zu Diensten zu sein.
Der Eindruck, Marinelli sei bloßer Handlanger,
der den Prinzen informiert und seine Befehle ausführt, trügt, da
sich Marinelli aufgrund seines Machtstrebens an den Prinzen anzunähern
versucht, was dazu führt, dass das Machtgefälle zwischen beiden im
Laufe des Dramas geebnet wird und sich beide Charaktere auf Augenhöhe
begegnen und als gegenseitige Komplizen ergänzen.
Dieser Machtanstieg im Hintergrund basiert auf
dem Wissen des Prinzen um das Talent Marinellis erfolgreiche
Intrigen zu planen und durchführen zu können.
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