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Claudia Galotti

Emila und Claudia

 

Claudia Galotti, die Mutter der Emilia und Frau des Odoardo Galotti, lebt mit ihrer Tochter Emilia in einer Stadtwohnung in Guastalla, der Residenzstadt des Prinzen Gonzaga. Sie akzeptiert die bürgerliche Moral, die sie aber auch als Einschränkung erlebt. Claudia wird als eine eitle und törichte Mutter dargestellt.

Sie ist ihrem Mann unterstellt und stellt eine Vertrauensperson für Emilia dar. Das Wohl ihrer geliebten Tochter ist ihr sehr wichtig. Ihrer Meinung nach braucht Emilia eine städtische Erziehung und nicht, wie Odoardo es wünscht, eine ländliche, da Emilia nur in der Stadt ihren zukünftigen Gatten, Graf Appiani, finden konnte.  

Claudia Galotti kann sich dem Reiz des Hofes nicht entziehen und bringt somit ein Verständnis für die Empfindungen ihrer Tochter bezüglich des Prinzen auf. Aus diesem Grund berichtet sie Odoardo voller Stolz von den Komplimenten des Prinzen über Emilia. Als Emilia ihr von dem Treffen mit dem Prinzen in der Kirche erzählt, rät sie ihr, dieses Ereignis vor ihrem zukünftigen Gatten zu verheimlichen, ohne die sich entwickelnde Gefahr zu erkennen und begünstigt somit Marinellis Plan. Dies zeigt ihre naive und schwache Menschenkenntnis, die immer nur das Gute sieht. Ansonsten hätte Appiani den Auftrag Marinellis nach Massa zu reisen als Intrige durchschaut, die ihn von seiner Braut trennen sollte.

Nach dem Überfall und dem  Mord an Appiani erkennt sie bald die wahren Zusammenhänge und entlarvt Marinelli und den Prinzen als Schuldige.

Was kümmert es die Löwin, der man die Jungen geraubet, in wessen Walde sie brüllet?“ (III,8)

 

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