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Graf Appiani

 

„So recht, meine Emilia! Ich werde eine fromme Frau an Ihnen haben(…)“(II,7)

Der Verlobte Emilias bewegt sich zwischen den beiden Ständen, denn seiner gesellschaftlichen Stellung nach ist er Adliger, durch eine Heirat mit Emilia würde er sich aber mit dem wohlhabenden Bürgertum verbinden.

Nach eigenem Entschluss lebt er auf dem Land, was von Odoardo sehr gelobt wird.

Andere Charaktere bezeichnen ihn als „ehrwürdig, wohlhabend, schön und reich“ - erstaunlicherweise auch vorerst der Prinz. Dieser beneidet ihn außerdem um die angekündigte Heirat  mit Emilia, da er durch die Tatsache, dass sie ohne Rang und Vermögen ist, die wahre Seite ihrer Tugend genießen könne.(I,6)

Von Odoardo ist er begeistert und sieht ihn als „ Muster aller männlichen Tugend“. Er sieht ihn als ein Vorbild an, welches für ihn wichtiger erscheint als Emilia selbst.

Emilia entspricht seinem gefestigten Bild, einem Ideal von Weiblichkeit, dem sie entsprechen solle. Seine und die Erwartungen Odoardos bezüglich Emilia, sowie die Verachtung beider dem Hochadel gegenüber, gehen weitgehend konform.

Appiani und Marinelli

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