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Das Leitungsteam
eines Theaters, welches aus Intendanten und Dramaturgen besteht, kümmert sich
meist ein halbes Jahr vor dem Start der nächsten Halbserie um die Stückauswahl
für die kommende Spielzeit. Dabei müssen sie berücksichtigen, welches Ensemble
geeignet is, eines dieser Stücke zu spielen. Hierbei wird meist auf hauseigene
Regisseure und Schauspieler zurückgegriffen, die die Abläufe des Theaters schon
kennen. Es kann aber auch passieren, dass das Leitungsteam auf externe
Regisseure und Schauspieler zugeht, die dieses Stück, welches ausgewählt wurde,
besonders gut beherrschen oder neu interpretieren wollen.
Der Weg zum Regisseur eines Stückes führt meist immer über
die Regieassistenz, welche auch oft als die Lehrjahre eines Regisseurs
bezeichnet werden, in denen man die Abläufe des Theater kennen lernt. Diese
Position kann man auch drei verschieden Wege erreichen, entweder man kommt von
der Regisseurschule oder man versucht sich als Quereinsteiger. Die dritte
Möglichkeit ist die, dass ein Darsteller, der die Abläufe in einem Theater schon
kennt, als Regieassistenz eine neue Aufgabe sucht.
Die Aufgaben der Regieassistenz ist vorrangig die
Unterstützung des Regisseurs, vor allem in der direkten Arbeit mit den
Schauspielern ist der Posten der Regieassistenz eine wichtige Stütze. Außerdem
steht man dem Regisseur mit Rat und Tat beiseite, falls dieser einmal verhindert
ist oder die eine oder andere Idee fehlt, einen essentiellen Teil des Stückes
verdeutlicht darzustellen.
Eine weitere Aufgabe ist die Vorbereitung eines Stückes in
einem festgelegten Zeitablauf, in dem Regisseur, Regieassistenz und Schauspieler
eng miteinander zusammenarbeiten und diskutieren, wie das vorliegende Stück
verstanden werden soll. Falls dieser Teil erledigt ist, folgt die Kürzung eines
Stückes, denn man kann nicht das ganze Stück auf die Bühne bringen. Danach folgen mehrere Dinge auf einmal: Auf der einen Seite
wird die Darstellungsweise festgelegt, das heißt der Regisseur spricht mit
Bühnenbildnern und Schneidern, um seine eigene Fassung des Stückes, die meist
von persönlichen Interessen oder Orientierungen beeinflusst ist, zu entwickeln.
Auf der anderen Seite wird die Besetzung festgelegt, die einmal aus fest
angestellten Schauspielern oder aus freien Schauspielern bestehen kann.
Nachdem das Ensemble festgelegt wurde, beginnt die im
Durchschnitt sechswöchige Probephase. In dieser Probephase beginnen dann auch
die Hauptaufgaben der Regieassistenz, die stark mit den Schauspielern
zusammenarbeiten. Die eigentliche Vorbereitung auf das Stück beginnt aber schon
drei Monate vor der Premiere, in dieser Phase wird sich hauptsächlich um den
Aufbau der Bühne gekümmert.
Die Arbeit mit dem „Menschenfeind“ stellte für Regisseur
und Regieassistenz eine besondere Herausforderung dar, da „Der Menschenfeind“ in
der Literatur ein Klassiker ist. Aufgrund der Tatsache, dass das Stück schon oft
gespielt und in viele Variationen veröffentlicht wurde, mussten sich die
Verantwortlichen etwas Neues einfallen lassen: So entstand die Inszenierung
unter dem Motto „Heim zum Reim“.
Der Molière in Köln sollte also eine teils klassische aber
auch humoristische Vorstellung werden.
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