|
In einem Interview mit Frau Sabine Döring, der
stellvertretenden Leitung des Künstlerischen Betriebsbüros (KBB),
erhielten wir Informationen über das Aufgabenfeld des Büros. Das Büro
unterliegt der Leitung Frau Ulrike Köhlers, die gleichzeitig die
Intendantin des Theaters ist.
Die interne Organisation des Schauspielhauses und die
Vermittlung zwischen dem künstlerischen und dem technischen Bereich
des Theaters sind die Hauptaufgabe des KBB.
Vor Beginn der neuen Spielsaison wird hier der Spielplan
entworfen. Zunächst wird zwei Monate vor dem Beginn der Proben ein
Monatsplan erstellt, aus dem sich ein Wochen- und schließlich ein
Tagesplan ergibt. Die beteiligten Personen eines Stückes können dem
Plan entnehmen, wann wer wo was macht. Diese Pläne werden zusammen
mit den Abteilungsleitern erstellt, sodass keine Überschneidungen
entstehen können. So muss auch der zeitaufwendige Auf- und Abbau der
Kulissen einkalkuliert werden.
Des Weiteren ist das KBB eine Anlaufstelle bei Fragen,
bezüglich Proben oder Terminen und ähnlichem, die sehr häufig von den
Regieassistenten genutzt wird. Dazu sehen sich die Mitarbeiter die
Premiere der Stücke an, um schnellstmöglich bei Ausfall eines
Schauspielers entscheiden zu können, ob eine Umbesetzung möglich ist
oder das Stück sogar verlegt werden muss. Sobald ein Gastschauspieler
engagiert wird, muss das KBB sich um die Anreise, den Aufenthalt und
den individuellen Plan der Person kümmern.
Die Aufgaben den KBB’s sind breit gefächert und beinhalten
jeden Bereich des Schauspielhauses. Der Produktionsbeginn und die
Endproben bedeuten zwar viel Stress, jedoch bietet der Beruf einen
abwechslungsreichen Alltag.
Eine festgelegte Ausbildung, um im KBB zu arbeiten gibt es
nicht, da diese Stellen meist an Umsteiger aus dem eigenen Theater
besetzt werden.
Zusammenfassend ist das KBB der „Kopf des Theaters“, da hier
die gesamte Organisation sämtlicher Bereiche zusammen trifft.
|