| Frankreichaustausch mit Hazebrouck Dezember 2007 /2008 | |
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"Hurra, die Franzosen kommen!" (siehe auch aktuell) | |
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Mittwoch, 5.12., 12.30 Uhr, endlich war es so weit: Meine sehnlichst erwartete Austauschpartnerin Charlotte sollte gleich ankommen. Wir hatten alles vorbereitet. Ich hatte mein Zimmer endlich mal wieder aufgeräumt - sehr zur Freude meiner Mutter, mein Bett war frisch bezogen - denn das trat ich an Charlotte für die kommenden zwei Nächte ab - und in Gedanken hatte ich mir schon ein paar französische Sätze zur Begrüßung zurecht gelegt (die mir dann zum passenden Zeitpunkt natürlich nicht einfielen). Wir hatten im Französischunterricht sogar ein Willkommensplakat gebastelt. Es konnte nichts mehr schief gehen. |
| Und da waren sie endlich! Ich muss zugeben, dass ich Charlotte nicht direkt erkannte, da sie ganz anders aussah als auf den Fotos. Aber als wir uns dann bei der Begrüßung im PZ vorgestellt wurden, wusste ich sofort, dass wir uns bestens verstehen würden. Nach der Begrüßung im PZ holte uns meine Mutter mit dem Auto ab. Charlotte war noch sehr schüchtern und sprach kaum. Aber nachdem unser Hund Simba sie herzlich und feucht begrüßt hatte, traute sie merklich auf. Wenn man sie etwas fragte, antwortete sie meistens nur kurz, aber ihr Deutsch war doch so gut, dass wir sie gut verstehen konnten. Wenn sie mich auf Deutsch einmal gar nicht verstand, versuchte ich, mich ihr auf Französisch verständlich zu machen, was auch gut klappte, zumindest manchmal. | |
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Charlotte hatte meine Eltern und mir ein Gastgeschenk mitgebracht, über das wir uns sehr
freuten. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es dann auch gleich los. Wir waren mit ein paar Freunden von mir und deren Austauschpartnern in Wiesdorf verabredet. Wir fuhren mit dem Bus und während der Fahrt plauderten wir ein wenig in einem Deutsch-Französisch-Mimik-Gestik-Mix, wenn ihr versteht, was ich meine :-) | |
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Als wir in der Stadt angekommen waren, gingen wir ins Eiscafé und danach ein wenig
durch die Läden. Wir verstanden uns alle sehr gut und hatten viel Spaß. Zwar unterhielten
die Franzosen sich auch viel untereinander auf Französisch, aber Charlotte traute sich
immer häufiger, mich auch mal auf Deutsch anzusprechen. Wir hatten das große Glück, dass am gleichen Tag abends die Schlittschuhbahn in Opladen eröffnet wurde. Keine Frage also, wo es am Abend hinging. Nach eine kurzen Zwischenstopp bei mir zu Hause, um die nötige Ausrüstung zu holen, machten wir uns zu fünft auf zur Eislaufbahn. Wir hatten eine Menge Spaß, u.a. auch deshalb, weil wir alle nicht wirklich gut Schlittschuh laufen konnten. Nach vielen spitzen Schreien, wildem Herumschlittern und viel Gelächter verließen wir die Eislaufbahn und der erste Tag ging seinem Ende zu. Charlotte schien sich sehr wohl bei uns zu fühlen, denn sie schlief sofort ein und die ganze Nacht durch wie ein Murmeltier. Am nächsten Tag folgte das absolute Highlight des Austausches: Wintertraum im Phantasialand. "Regentraum" wäre an diesem Tag wohl passender gewesen, aber wir ließen uns die Stimmung natürlich nicht vermiesen. Die meiste Zeit liefen Charlotte und ich zusammen herum und eroberten eine Attraktion nach der anderen. Allerdings gelang es mir nicht, sie auf die Black Mamba zu bekommen, was aber nicht weiter schlimm war, da sie, während ich mich kräftig herumwirbeln ließ, etwas mit ihren französischen Freundinnen unternahm. Wir rundeten den Tag mit einem gemeinsamen Waffelessen ab. Charlotte hatte zu Beginn immer noch sehr viel Französisch gesprochen, was sich allerdings im Verlaufe ihres Aufenthaltes deutlich änderte. Sie begann immer häufiger auch von sich aus ein Gespräch auf Deutsch. Sie taute immer mehr auf. Am frühen Abend kehrten wir dann nach Hause zurück. Für den Abend hatten wir nichts geplant, waren uns aber einig, dass wir ziemlich fertig waren und noch Hunger hatten. Also beschlossen meine Eltern, Charlotte, Simba und ich, den Abend ganz relaxt vor dem Fernseher enden zu lassen: mit leckerer Pizza und "Miss Undercover" auf Deutsch mit französischen Untertiteln. Am letzten Tag ging es am Morgen erst noch einmal in die Schule. Nach einer Stunde gemeinsamem Unterricht und Schulführung für die Franzosen ging es für die französischen Austauschschüler mit ihrem Bus und für die deutschen Schüler mit dem Zug nach Köln. Wir trafen uns vor dem Hauptbahnhof, gingen dann gemeinsam zum Dom und kletterten unter heftigem Gekeuche auf den Westturm. Danach machten wir den Weihnachtsmarkt am Dom unsicher und trafen uns mit den anderen im Domforum, wo wir einen Film über Köln anschauten... Im Anschluss gingen wir noch über die Hohe Straße und die Schildergasse, wo alle Franzosen Halt bei der Parfümerie Douglas machten, um sich für ihre Verwandten mit Kölnisch Wasser einzudecken. Zwischenzeitlich versetzte mir Charlotte dann einen kleinen Adrenalinstoß, als sie im Kaufhof plötzlich spurlos verschwunden war. Gott sei Dank erfuhr ich aber schnell von einer Freundin, dass sich Charlotte offensichtlich ihren französischen Freundinnen angeschlossen hatte - allerdings ohne mir Bescheid zu sagen... Oh, les francaises! Beim nun folgenden Besuch im Schokoladenmuseum war der Schreck aber schnell überwunden, denn Schokolade lässt einen ja bekanntlich die Sorgen vergessen… J Tja, und dann war es auch schon wieder so weit: Zeit zum Abschiednehmen. Wir gingen mit den Franzosen über die Deutzer Brücke zum Deutzer Bahnhof, wo ihr Bus wartete, und unter vielen Umarmungen und Küsschen links, Küsschen rechts verabschiedeten wir uns. Das war wirklich ein bewegender Moment. Wir winkten uns zu, bis der Bus nicht mehr zu sehen war, und fünf Minuten nach der Abfahrt bekam ich schon die erste SMS von Charlotte mit den Worten "Ich vermisse dich schon, ich liebe dich..." Alles in allem waren es drei wirklich supertolle Tage, in denen mir klar wurde: Erstens die Tatsache, dass man im Französischunterricht noch so gut sein kann - wenn ein waschechter Franzose vor einem steht, bringt man doch nur Wortfetzen und halbe Sätze hervor - zumindest am Anfang. Aber - und das sind die positiven Nachrichten - das ist alles ganz egal, denn auch mit grammatisch nicht korrekten Sätzen und - wenn einem dann doch mal die Vokabeln fehlen - mit Händen und Füßen wird man verstanden und das ist schließlich die Hauptsache. Ich freue mich schon unglaublich darauf, Charlotte im Mai wieder zu sehen "pour parler un peu le francais". Teresa Herzmann | |
| Frankreichaustausch mit Hazebrouck Dezember 2006 /2007 | |
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"Wir freuen uns auf ein Wiedersehen" (siehe auch aktuell) | |
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Im Sommer 2006 hat die Stufe 9 unserer Schule die Möglichkeit bekommen, an einem
Austausch mit Frankreich teilzunehmen. Die Nachfrage war sehr groß. Über 50 deutsche Schüler und Schülerinnen wollten einen französischen Partner haben, doch anfangs gab es nur knapp 30 französische Schüler, die am Austausch teilnehmen wollten. Schließlich fanden sich aber doch noch mehr französische Interessenten und die Partner wurden einander zugeteilt. 37 französische Schüler sind nach Leverkusen gekommen und 40 deutsche Schüler können im Mai nach Frankreich fahren. |
| Als Erstes bekamen wir einen Steckbrief unseres Partners, auf dem seine Familienverhältnisse, Interessen und noch ein paar andere Informationen standen, unter anderem die Adresse bzw. E-Mail-Adresse. So knüpften wir dann auch die ersten Kontakte, doch das noch in einem etwas gebrochenen Französisch. Als dann endlich die lang ersehnte Antwort aus der Ferne kam, war es sehr lustig diese ersten Briefe oder E-Mails zu lesen, denn auch das Deutsch unserer Partner war noch nicht perfekt. Nichts desto trotz war es kein Problem sich zu verständigen, zur Not eben auch auf Englisch. | |
| Der erste Schritt war getan, nun warteten wir alle gespannt auf den 6. Dezember, an
dem wir uns das erste Mal begegnen würden. Dann war es endlich soweit! Wir standen vor der Schule, um auf den Bus unserer Austauschschüler zu warten. Alle redeten durcheinander und stellten sich vor wie ihr Partner wohl sein würde. Wir hatten schon Fotos voneinander gesehen und als der Bus dann endlich ankam, versuchte jeder denjenigen zu erkennen, der für die nächsten drei Tage bei ihm wohnen würde. | |
Im PZ wurden dann die französischen und deutschen Schüler paarweise aufgerufen, dann ging
es in die Gastfamilien.
Die Stimmung war noch ein wenig angespannt, man wusste einfach nicht, was man sagen sollte.
Sich persönlich zu unterhalten, war etwas ganz anderes als per E-Mail oder Brief.
Den ersten Abend konnten wir frei gestalten. Die einen gingen Schlittschuhlaufen oder in
die Stadt und andere trafen sich einfach bei jemandem zu Hause.
Immer noch wussten wir nicht so recht, was wir sagen sollten. Die französischen Schüler
unterhielten sich untereinander und die deutschen ebenso. Doch nach einiger Zeit und
mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, eine Unterhaltung anzufangen, wurde es doch noch
sehr lustig, denn gerade dass wir die jeweils andere Sprache noch nicht so gut
beherrschten, lockerte die Stimmung ungemein. Der erste Abend ging schnell vorbei
und es versprach eine lustige Zeit zu werden!![]() Der zweite Tag begann mit zwei Schulstunden in der Klasse des deutschen Schülers, dann fuhren wir ins Phantasialand. Die meisten der Franzosen waren noch nie in einem Vergnügungspark, geschweige denn auf einer Achterbahn gewesen. Wir teilten uns in kleine Gruppen und stürzten uns ins Vergnügen, doch es war sehr schwer jemandem, der noch nie auf einer Achterbahn war, in einer fremden Sprache zu erklären, was ihn auf den verschiedenen Attraktionen erwartet. Aber wie man weiß: Probieren geht über Studieren! Es wurde ein sehr lustiger Tag, man unterhielt sich immer mehr und auf den Achterbahnen vergaß man sogar kurz, dass man aus zwei verschiedenen Ländern kommt, denn eins ist in jeder Sprache gleich: die Angstschreie!!! Den Abend verbrachten wir wieder in den Gastfamilien und dieses Mal gab es keinen Mangel an Gesprächsthemen, der vergangene Tag gab genug Stoff für lange Unterhaltungen her. Der letzte Tag begann mit einer Französischstunde, in der wir über die verschiedenen Schulsysteme redeten, echt interessant, wirklich, aber die Gespräche mit der Partnerin über den süßen Typen in der zweiten Reihe waren eben doch einen Tick spannender. Man hatte sich langsam richtig ins Herz geschlossen und schon jetzt war klar, dass wir den Kontakt aufrecht erhalten wollen. Nach der Stunde ging es dann nach Köln. Wir besichtigten den Dom und stellten nach der Dombesteigung lachend fest, dass uns allen von dieser ewig langen Wendeltreppe schwindelig war. Wieder teilten wir uns in kleine Grüppchen und konnten dann allein durch Köln gehen. Die Franzosen waren total überwältigt, dass so viele Geschäfte auf einer Straße sind, auch das kannten sie noch nicht. Wir zeigten ihnen die Stadt und hatten einen Riesenspaß! Obwohl wir uns erst seit drei Tagen richtig kannten, alberten wir herum wie alte Freunde. Nach der Köln -Tour gingen wir ins Schokoladenmuseum und auch da wurde es nicht weniger lustig. Der Abschied rückte immer näher, doch noch waren wir fröhlich, sangen Lieder und waren erstaunt, wie viele es davon gibt, die in Deutschland und Frankreich bekannt sind. Dann standen wir vor dem Bus, der unsere neu gewonnen Freunde wieder nach Frankreich fahren sollte und wollten uns gar nicht verabschieden, es war eine so lustige Zeit und es flossen sogar Tränen, als wir dann doch "auf Wiedersehen" sagen mussten. Alles in allem war es ein sehr gelungenes Projekt und wir freuen uns alle, wenn wir dann im Mai sehen können, wie unsere französischen Freunde wohnen. Laura Gilles, 9d | |




