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Einleitung

Was ist eine gute Schule?

Über diese Frage ist - besonders in den letzten Jahren - viel nachgedacht worden. Eine allgemein akzeptierte Antwort gibt es nicht, wird es wohl nie geben können. Trotzdem verlangt das Handeln in der Schule nach einer Antwort, die zumindest der Praxis eine Richtung geben kann.

In den meisten Lehrerkollegien gibt es Erfahrungen mit letztlich fruchtlosen Grundsatzdiskussionen über Qualität von Bildung, die fast immer in weltanschauliche Fundamental-Auseinandersetzungen einmünden und dem Arbeitsklima mehr schaden als nützen.

Auch die Theoretiker haben - wenn auch mit Bedauern - Abschied genommen von dem Ideal eines allgemein akzeptierten Begriffs der Bildungsqualität, den man mit uniformen, standardisierten Methoden messen könnte.

Dennoch gehört es gerade zu den Merkmalen einer offenen, demokratischen Gesellschaft, dass in ihr Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung stattfindet.

Ein Dilemma, das nur pragmatisch überwunden werden kann.

Im Rückgriff auf die Ausgangsfrage sei deshalb hier - diesseits aller theoretischen Diskussionen über den Begriff Bildungsqualität - die These aufgestellt:

Eine gute Schule ist eine Schule, die besser werden will.

Eine solche Schule leidet unter ihren Schwächen, analysiert sie und entwickelt daraus ein Lernleitbild, auf das hin sie sich zu verändern beginnt.

Aus diesem Bewusstsein heraus haben wir versucht, die Lise-Meitner-Schule zu verändern. In einem Mitte der achtziger Jahre begonnenen, kontinuierlich und konsequent vorangetragenen Prozess der inneren Schulreform hat sich sukzessive folgendes Lernleitbild entwickelt:

  • Mehr selbständiges Lernen

  • Mehr ganzheitliches Lernen

  • Mehr soziales Lernen